“Saturday Morning Physics” in Darmstadt: Autoren-Wettbewerb!

Liebe Besucher der Veranstaltung ‘Saturday Morning Physics’!

Der Julius Springer Wissenschaftsverlag und der ehemalige Spektrum Akademische Verlag (heute zusammen: Springer Spektrum) möchten Euch einladen, an einem wissenschaftlichen Autoren-Wettbewerb teilzunehmen!

7 spannende Vorträge zur Physik liegen vor uns - 7 Samstage und 

7 Chancen zu gewinnen!

Wie funktioniert’s?

Wettbewerbsvideo auf Youtube

Wettbewerbsvideo auf Youtube

  • Besuchen Sie dann die Veranstaltung und verfassen Sie im Anschluss einfach einen witzigen, wissenschaftlichen, kompetenten und gut lesbaren Beitrag über den aktuellen Vortrag,
  • reichen Sie ihn bis Freitag der darauffolgenden Woche auf der Webseite von Saturday Morning Physics ein und gewinnen Sie mit etwas Glück

                ein spannendes Sachbuch von Springer Spektrum!

Mit etwas Glück wird Euer Beitrag jedoch auch publiziert! Dazu mehr unten …

Springer Spektrum Bücher

Springer Spektrum Bücher – blättert doch mal rein!

Kommen genügend viele spannende Beiträge zusammen, kann aus allen Beiträgen gemeinsam ein Buch entstehen:

Euer Beitrag und Euer Name werden dann 

bei Springer Spektrum publiziert!

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Wie Ihr teilnehmt:

  • Besucht die Veranstaltung in Darmstadt (ab 3.11., immer um 9 Uhr, http://www.satmorphy.de/)
  • Passt beim Vortrag genau auf und schreibt mit.
  • Schreibt eine flüssig lesbare Zusammenfassung des Vortrags in Microsoft Word. Diese Zusammenfassung darf ruhig so klingen, als würde dort jemand etwas vortragen – nicht wortwörtlich, aber ähnlich. Hier ein Beispiel:

“Was ist eigentlich Licht? Ist es nun eine Welle – oder doch aus Teilchen zusammengesetzt? Viele Physiker sind dieser Frage nachgegangen. Und schließlich haben sie etwas Interessantes entdeckt: Licht kann beides sein! Manchmal verhält es sich wie eine Welle – dann entstehen zum Beispiel Beugungsbilder, sich überlagernde Wellenberge und Täler, so wie bei Wasserwellen. In anderen Experimenten findet man dann jedoch, dass Photonen (wie Lichtteilchen auch genannt werden) Atome anschubsen können, so, wie Billiardkugeln andere Billiardkugeln stoßen – dann hat das Licht den Charakter eines Teilchens. Wie aber kann etwas Welle und zugleich Teilchen sein? Dies verwundert Physiker bis heute und war das Eingangstor zur Theorie der Quantenphysik … “

  • Die Zusammenfassung soll bitte etwa 7 Seiten in Word  umfassen, gerne auch etwas mehr oder etwas weniger (aber lieber mehr als weniger).
  • Schriftgröße 11.
  • Bitte fügt gerne auch Bilder ein – lasst es nett aussehen! Bilder, die Ihr verwendet, sollten aus der Powerpoint-Präsentation des Vortragenden stammen. Ansonsten dürft Ihr auch gerne Bilder der NASA oder vom CERN verwenden, oder eigene Bilder produzieren (bitte im jpg Format).
  • -> Und dann ist es soweit, Ihr sendet Euren Beitrag an den Email Kontakt auf der Homepage von Saturday Morning Physics, dazu Euren Namen, Eure Anschrift und Emailadresse: fertig!

Viel Glück und viel Spaß allen Hörern der Veranstaltung und allen zukünftigen Autoren!

Euer Lektorat für Physik & Astronomie bei Springer Spektrum,

Vera Spillner

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Reisen an die Grenzen der Physik

Bücher – Reisen an die Grenzen der Physik

Die Grenzen der Physik

Die Grenzen der Physik

Heidelberg (dpa/fwt) – Wer sich für die Geheimnisse des Alls und die Teilchenphysik interessiert, kennt ihre Namen: Keck I und II, das Very Large Telescope, den LHC (Large Hadron Collider). Doch nur wenige Menschen bekommen je die Gelegenheit, die Riesenteleskope, den Teilchenbeschleuniger oder andere besondere Forschungsstätten zu besuchen. Zum einen sind kaum Gäste zugelassen, zum anderen befinden sich viele der Projekte an extremen Orten: in der Wüste oder im ewigen Eis, auf hohen Gipfeln oder im tiefsten See der Erde.

Anil Ananthaswamy hat diese Orte besucht. Mit seinen „Reisen an die Grenzen der Physik“ (Spektrum Akademischer Verlag) hat der Wissenschaftsautor eine Tour absolviert, die seinesgleichen sucht. „Ich war auf der Suche nach den fortschrittlichsten und innovativsten Experimenten, die die Physik aus ihrem theoretischen Morast herausbringen könnten“, schreibt er im Prolog. Ananthaswamy begibt sich auf höchst komplexe Forschungsfelder: Quantenphysik, Kosmologie – und die Suche nach der alles vereinenden „Weltformel“.

Kosmologen und Teilchenphysiker könnten mit ihren Theorien derzeit rund 96 Prozent des Universums nicht erklären, zitiert Ananthaswamy den Astrophysiker und Nobelpreisträger Saul Perlmutter. Auch etliche andere Wissenschaftsgrößen kommen in Interviews zu Wort – und manchmal auch ihre Frauen. Albert Einsteins Frau Elsa etwa soll auf die Erklärung, das Teleskop auf dem Mount Wilson in den USA diene dazu, Größe und Gestalt des Universums zu ermitteln, geantwortet haben: „Mein Mann macht das auf der Rückseite eines alten Briefumschlags“.

Jedem der zehn Kapitel ist ein Foto in grobkörnigen Grautönen der beschriebenen Forschungseinrichtung vorangestellt – meist vom Autor selbst beigesteuert. Ananthaswamy ist das scheinbar unmögliche geglückt: Grundlagenphysik als Basis für eine – auch für Laien – hochspannende Lektüre zu nutzen. Sein Buch ist großartig, weil es nicht nur Wissen vermittelt, sondern zum Beispiel auch, wie es ist, im sibirischen Winter auf knackendem Eis zu übernachten.

Versenkte Detektoren

Der Baikalsee habe mit seiner Stille etwas Überirdisches. „Mir wurde bewusst, dass ich auf einen See schaute, der mehr Wasser enthält als alle fünf Großen Seen Nordamerikas zusammengenommen, einen See mit einer Oberfläche, die größer ist als Belgien. 80 Prozent des russischen Süßwassers befinden sich hier.“ Im tiefsten Süßwassersee der Erde versuchen Wissenschaftler mit versenkten Detektoren, Neutrinos aus dem Zentrum unserer Galaxie aufzuspüren.

Sie reagieren in einigen wenigen Fällen mit Wassermolekülen, der entstehende Lichtblitz lässt sich aufzeichnen, erläutert Ananthaswamy. Als „Filter“ für unerwünschte Teilchen dient dabei der gesamte Erddurchmesser: Das Teleskop in der Tiefe des Sees registriert nur von unten, also von der anderen Erdseite kommende Teilchen. Noch wurde kein Neutrino registriert – und mittlerweile gibt es Konkurrenz, ebenfalls an eisiger Stelle: Der wohl für viele Jahre allergrößte Neutrinodetektor der Welt ist in der Antarktis entstanden.

Techniker bohrten dafür gut 80 bis zu zweieinhalb Kilometer tiefe Löcher in das klare Eis, beschreibt Ananthaswamy, der dort auch interessante Gespräche belauschte: „Kräftige, bärtige Männer saßen in der IceCube-Lounge und sprachen von Mord. Wie leicht wäre es, sich am Südpol einer Leiche zu entledigen?“ Statt lebloser Körper wurden in die Löcher nahe der Amundsen-Scott-Südpolstation aber Lichtdetektoren versenkt – ähnlich denen im Baikalsee und für ähnliche Aufgaben. „Mit IceCube hofft man, extrem energiereiche kosmische Neutrinos nachweisen zu können, die aus Quellen wie den aktiven galaktischen Zentren stammen, in denen riesige Schwarze Löcher Jets aus Teilchen herausschleudern.“

Auch an anderer Stelle wird ein Blick in die Zukunft geworfen: auf das Square Kilometre Array (SKA), das in einer südafrikanischen Ödnis namens Karoo (Land des Durstes) entstehen könnte. Es gebe aber noch einen Konkurrenten für den Bau des gewaltigen Radioteleskops: Australien. Das SKA werde „nicht einfach nur ein Universum untersuchen, das für optische Teleskope unsichtbar ist, sondern dank seiner Effizienz und Genauigkeit rund eine Milliarde Galaxien beobachten, beginnend mit unserer unmittelbaren kosmischen Umgebung bis weit zurück in eine Zeit, als das All gerade einmal vier Milliarden Jahre alt war“.

Wenn Ananthaswamy mit Gespür fürs Detail die Extrem-Experimente beschreibt, wird deutlich, wie wahnwitzig, fast absurd manche der entwickelten Konstruktionen sind, wie perfekt, in langen Jahren durchdacht – und teuer. Über einen der Rohlinge der vier riesigen, 23 Tonnen schweren Spiegel des Very Large Telescopes auf dem Cerro Paranal in der Atacama-Wüste Chiles etwa schreibt er: „Dort (in Frankreich) wurde er zwei Jahre lang unablässig poliert, bis die 50 Quadratmeter große Fläche bis auf 0,00005 Millimeter die gewünschte Krümmung hatte“. Und fügt den Vergleich an: „Man stelle sich vor, eine Stadt wie Paris würde abgeschmirgelt, bis nur noch maximal einen Millimeter hohe Beulen übrigbleiben; das entspricht der Poliergenauigkeit.“

Extreme Wissenschaft an extremen Orten. Doch so irrwitzig die beschriebenen Apparaturen sind, zu etwas ganz Besonderem wird das Buch dank der Menschen, mit denen Ananthaswamy zusammentraf. Mit ihrer Leidenschaft, ihrem Forschergeist, ihrem Beharren auf Ansichten, die bei Kollegen zunächst Spott oder Ablehnung hervorriefen. So mancher mag glauben, Forscher säßen heute meist im Büro und tüftelten in aller Gemütlichkeit an leicht handhabbaren Geräten. In vielen Fällen mag das auch stimmen, aber Ananthaswamy zeigt auf wundervolle Weise: Wissenschaft kann ein echtes Abenteuer sein, immer noch. Und oft genug auch ein gefährliches.

Anil Ananthaswamy, der in Indien und den USA lebt, schreibt als Wissenschaftsautor für Magazine und Zeitungen, er ist zudem wissenschaftlicher Berater des britischen Magazins „New Scientist“.

Annett Klimpel

Anil Ananthaswamy
Reisen an die Grenzen der Physik –
Wie Kosmologen und Teilchenphysiker an extremen Orten die Geheimnisse des Universums entschlüsseln
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 410 Seiten, 29,95 Euro
ISBN 978-3-8274-2870-7

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Neues vom Higgs – Ergebnis der Pressekonferenz vom CERN vom 13.12.2011

Bei der Presssekonferenz vom CERN  (LHC/ALTLAS) am 13.12.2011, 14 Uhr, wurde soeben verkündet, dass nicht das Higgs selbst als gefunden bezeichnet werden kann, vielmehr seien aber die Massengrenzen, Dank der Zusammenarbeit mit dem ATLAS Experiment, enger gesetzt worden, (d.h. der Bereich, in dem sich die Higgsmasse noch befinden kann).

Die unten folgenden Screen Shots deuten auf einen Bereich zwischen 114 und 156 GeV hin, der nach den kommenden anderthalb Jahren des Umbaus des LHC genauer erforscht werden soll. In diesem Bereich liegt auch das vom Standardmodell vorhergesagte Higgs mit 124 GEV, das somit weiterhin möglich bleibt. Tatsächlich

Besucher der CERN-Pressekonferenz am 13.12.2011

wird ein Signal um 120 GeV beobachtet , das aber bislang nicht eindeutig von einem möglichen Hintergrundrauschen unterschieden werden kann – hier hofft man auf den Umbau des LHC.

Nach dem Umbau wird das LHC nach und nach eine Schwerpunktsenergie von 14 TeV erreichen (momentan erreichte es maximal 7). Nach dem Umbau wird die Luminosität erhöht, so dass ein möglicher Nachweis des Higgs in Reichweite kommt.

Vera Spillner

PS: Fragen stellen auf http://www.facebook.com/Spektrum.Physik

Confidence Levels des Higgs, das zu 95% ausgeschlossen ist im Bereich unterhalb von 109 GEV und oberhalb 156 GEV (möglicher Bereich: hier weiß). Die folgenden Bilder zeigen die ATLAS und LHC Ergebnisse zum Higgs im energetisch noch möglichen Bereich.

Wir beginnen hier mit den Ergebnissen der ATLAS und der LHC Experimente. Anschließend finden Sie die interessantesten Folien aus dem Vortrag.

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Higgs oder nicht Higgs – im nächsten Jahr wissen wir’s!

“Nächstes Jahr werden wir das Higgs-Teilchen sehen – oder seine Existenz ausschließen”

 21. November 2011, www.mpg.de
 
Ein Interview mit Siegfried Bethke vom Münchner Max-Planck-Institut für Physik über die aktuellen Forschungsergebnisse am Large Hadron Collider (LHC) in Genf
 
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Siegfried Bethke vor dem Atlas-Detektor am Large Hadron Collider (LHC) in Genf
© MPI für Physik
 

Professor Bethke, seit zwei Jahren kollidieren am LHC Teilchen miteinander, fast eine Billiarde Zusammenstöße haben die Detektoren inzwischen registriert. Was ist dabei herausgekommen?

Bethke: Wir haben intensiv gesucht, zuvor unbekannte Teilchen konnte der LHC allerdings noch nicht entdecken. Auch Effekte, die auf neue Theorien oder gar eine neue Physik hindeuten würden, sind bislang ausgeblieben.

Das klingt ernüchternd.

Bethke: Es ist in der Tat ein klein bisschen enttäuschend, aber es kommt nicht unerwartet. Wir wussten von Anfang an, dass wir immens viele Kollisionen für eine aussagekräftige Statistik brauchen werden. Deshalb soll der LHC ja nicht nur zwei Jahre, sondern zehn oder 20 Jahre lang laufen. Insgeheim haben wir dennoch gehofft, dass die Natur schon früher eine Überraschung für uns bereit halten wird. Doch auch ohne die sind bislang weit mehr als 100 wissenschaftliche Veröffentlichungen publiziert worden.

Worüber denn, wo Sie doch nichts entdeckt haben?

Bethke: Selbst wenn man nichts findet, lassen sich Ausschlussgrenzen für die gesuchten Phänomene angeben – zum Beispiel für die supersymmetrischen Quarks, deren Existenz das bisherige Modell der Teilchenphysik erweitern würde. Von denen wissen wir jetzt, dass sie mindestens 1000-mal so schwer wie Protonen sein müssen. Das klingt zunächst langweilig, ist aber sehr interessant für Physiker und für die Formulierung neuer Theorien. Zudem haben wir den LHC wie geplant dazu genutzt, das aktuelle Standardmodell der Elementarteilchen zu überprüfen.

Was gibt es da zu überprüfen?

Bethke: Wir wissen, dass das Standardmodell nicht die letzte Antwort der Natur sein kann. Es hat zu viele offene Fragen, es ist weit von einer Weltformel entfernt. Besonders bei hohen Energien erwarten wir Abweichungen. Diese Bereiche können wir am LHC nun erstmals testen.

Und, haben Sie das Modell bereits widerlegt?

Bethke: Im Gegenteil, bislang passen die Messergebnisse selbst bei hohen Energien sehr gut zu den theoretischen Vorhersagen. Das ist natürlich schön für das Standardmodell, aus Sicht einer neuen Physik ist es aber beinahe eine Enttäuschung.

Was ist mit dem mysteriösen Higgs-Teilchen, das im gegenwärtigen Modell dafür verantwortlich sein soll, dass Elementarteilchen zu ihrer Masse kommen. Bislang hat es niemand gesehen.

Bethke: Auch wir haben noch kein eindeutiges positives Signal entdeckt. Wir können aber bereits viele Bereiche ausschließen, so dass dem Higgs-Teilchen nur noch wenige Ecken bleiben, in denen es sich verstecken kann. Bei diesen Energien wollen wir kommendes Jahr verstärkt suchen. Es wäre ein Triumph, wenn wir das Teilchen finden.

Und wenn nicht, wäre es eine große Niederlage?

Bethke: Nein, auf keinen Fall. Wenn wir auf Basis unserer Messungen definitiv ausschließen können, dass das Higgs-Boson existiert, wäre das sogar eine Revolution. Wir müssten das Standardmodell über den Haufen werfen. Theoretiker müssten nach einer alternativen Theorie suchen, die die Welt im Kleinsten schlüssig beschreiben kann. Das wäre wesentlich aufregender, als das Higgs-Teilchen einfach zu bestätigen.

Wann werden Sie Gewissheit haben?

Bethke: Der LHC läuft seit über einem Jahr unerwartet gut und gibt uns mehr Daten, als wir selbst unter optimistischen Annahmen gedacht hätten. Wenn das so weiter geht, werden wir spätestens Ende nächsten Jahres das Higgs-Teilchen gesehen haben – oder seine Existenz ein für alle Mal ausschließen können.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Alexander Stirn.

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Start der Galileo-Satelliten verschoben

Die Grafik der Europäischen Weltraumorganisation ESA zeigt, wie die Galileo-Satelliten aussehen werden.

Die Grafik der Europäischen Weltraumorganisation ESA zeigt, wie die Galileo-Satelliten aussehen werden.

Heute, am 20. Oktober 2011, sollte es endlich losgehen: Um 12.34 Uhr sollten die ersten beiden Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana abheben.

Doch der Start wurde vorerst abgesagt, die Sojus konnte nicht abheben. Grund seien Probleme mit der Rakete. Am Morgen hatten noch alle Signale auf Grün gestanden, es sei bereits mit dem Betanken der Sojus-Rakete begonnen worden.  Als neuer Termin steht nun der 21.10., 12.30 Uhr, im Raum.

Eine Sojus-Rakete soll die Satelliten in den Weltraum bringen. Es wird der erste Start einer russischen Rakete in Kourou sein, mit dem ein neues Kapitel in der internationalen Raumfahrt eröffnet werden soll.

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Die Jagd nach dunkler Energie

Pressemitteilung des Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching, vom 19.10.2011: http://www.mpe.mpg.de/News/PR20111019/text-d.html

Die deutschen und russischen Partner des neuen eROSITA-Weltraumobservatoriums haben sich darauf geeinigt, wie die Daten der vier Jahre dauernden Himmelsdurchmusterung aufgeteilt werden. Diese Entscheidung wurde heute während der ersten eROSITA-Konferenz in Garmisch-Partenkirchen bekannt gegeben. Damit können deutsche Astronomen die erste vollständige Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich seit der ROSAT-Durchmusterung vor etwa 20 Jahren nutzen.

This image was produced by combining a dozen NASA Chandra X-ray Observatory observations made of a 130 light-year region in the center of the Milky Way. The colors represent low (red), medium (green) and high (blue) energy X-rays. Thanks to Chandra's unique resolving power, astronomers have now been able to identify thousands of point-like X-ray sources due to neutron stars, black holes, white dwarfs, foreground stars, and background galaxies. What remains is a diffuse X-ray glow extending from the upper left to the lower right, along the direction of the disk of the galaxy. NASA’s Marshall Space Flight Center in Huntsville, Ala., manages the Chandra program. (NASA/CXC/UCLA/M. Muno et al.)

Dieses Bild entstand aus der Kombination mehrerer NASA Chandra X-ray Observatory-Beobachtungen einer 130 Lichtjahre großen Region im Zentrum der Milchstraße. Rot steht für niedrigenergetische Röntgenstrahlen, grüne und blaue für energetisch höhere Strahlen.Die Bilder von Chandra haben mit einer maximalen Auflösung von 0,5 Bogensek. eine deutlich bessere Schärfe als Bilder früherer Missionen. Der sehr erfolgreiche deutsche Röntgensatellit ROSAT hatte im Vergleich dazu eine Auflösung von etwa 4 Bogensekunden. eROSITA soll die Beobachtungen weiter verbessern.

Die Konferenz wird von über 150 Astronomen aus vielen Ländern und mit unterschiedlichen Schwerpunkten besucht, was eindrucksvoll das breite Interesse der internationalen Astronomen-Gemeinschaft an diesem neuen Observatorium unter Beweis stellt, das 2013 gestartet werden soll.

Das eROSITA-Röntgenteleskop, das derzeit von einem internationalen Konsortium unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) gebaut wird, wird die erste vollständige Himmelsdurchmusterung im mittleren Röntgenbereich bis hin zu einer Energie von 10 keV liefern. Es wird dazu Bilder mit bisher unerreichter räumlicher sowie spektraler Auflösung aufnehmen. Anhand dieser Daten können die Astronomen dann nicht nur etwa 500 000 aktive Sterne sondern auch um die 100 000 Galaxiengruppen und -haufen nachweisen und vermessen sowie bis zu drei Millionen neue, entfernte, extrem massereiche Schwarze Löcher in aktiven galaktischen Kernen finden.

Die Vereinbarung zwischen dem deutschen MPE und dem Weltraumforschungsinstitut der Russischen Akademie der Wissenschaften IKI, den beiden wichtigsten Partnern des eROSITA-Projekts, sieht vor, dass deutsche Wissenschaftler an allen beteiligten Institutionen Daten erhalten, die 20 000 Quadratgrad des Himmels überdecken – eine Fläche, die hunderte Male größer ist als die größte Fläche, die mit dem XMM-Newton Röntgenobservatorium beobachtet wurde. Während dieses Teleskop und sein Pendant, das Chandra Röntgenteleskop, für tiefe Beobachtungen kleinster Bereiche ausgelegt sind, wurde eROSITA speziell für großräumige Beobachtungen entwickelt.

Teleskopspiegel
Jedes der sieben Telekopmodule für eROSITA besteht aus jeweils 54 ineinander geschachtelten Spezialspiegeln.
Bild: MPE

“Mit eROSITA werden wir das Universum systematisch auf große Entfernungen sondieren können, wir können damit zu einer Epoche zurückblicken, als das Universum nur halb so alt war wie heute”, erklärt Peter Predehl, der das eROSITA-Projektteam leitet. “Die letzte vollständige Himmelsdurchmusterung von ROSAT beschäftigte sich hauptsächlich mit dem nahen Universum; eROSITA ermöglicht es uns nun, die großräumigen Strukturen im Universum zu kartographieren.”

Indem die Wissenschaftler die Entwicklung der großräumigen Strukturen untersuchen, so wie sie sich durch das heiße, im Röntgenlicht strahlende Gas darstellen, können die Forscher neue Informationen über die geheimnisvolle Dunkle Energie erhalten, die dafür sorgt, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt. Auch wenn die Entdeckung dieses Effekts dieses Jahr durch den Physiknobelpreis geehrt wurde, bleibt die Frage nach dem Wesen der Dunklen Energie weiterhin offen.

Wie die Teilnahme vieler Astronomen aus den unterschiedlichsten Bereichen an dieser ersten dezidierten eROSITA-Konferenz zeigt, geht das Interesse an diesem Projekt aber auch weit über die Frage nach der Dunklen Energie hinaus. Die internationale Wissenschaftsgemeinschaft zeigt generell ein sehr breites Interesse, Vorträge und Diskussionen reichen von den Erwartungen für die Beobachtungen von Galaxienhaufe und deren Einsatz als kosmologische Sonden über entfernte aktive Galaxienkerne, Schwarze Löcher und Neutronensterne in unserer Galaxie bis hin zu Röntgendoppelsternen und anderen kompakten Objekten. Einige Kollaborationen mit bodengebundenen Teleskopen, die große Himmelsbereiche bei anderen Wellenlängen beobachten, wurden vorgeschlagen und liefern schon jetzt ergänzende Daten zu der Himmelsdurchmusterung von eROSITA.

“Während der eROSITA-Konferenz werden viele neue wissenschaftliche Entwicklungen vorgestellt, die direkt zu einer ganzen Reihe von interessanten Kollaborationen führen können”, sagt Andrea Merloni, der leitende Wissenschaftler des Projekts. “Das Projekt ist jetzt so weit ausgereift, dass wir es unseren internationalen Kollegen vorstellen und im Gegenzug ihre Ideen zu den wissenschaftlichen Möglichkeiten mit eROSITA diskutieren können. Ein derart großes Interesse hat aber sogar unsere Erwartungen übertroffen.”

Die Herstellung der einzelnen Teile für eROSITA läuft wie am Fließband: die vollständige Teleskopstruktur ist inzwischen am MPE eingetroffen und bei den sieben Spiegelmodulen (sowie einem Reservemodul) wird täglich einer der 54 ineinander geschachtelten Spiegel eingebaut. Tests zeigen, dass alle Spiegel eine exzellente Qualität aufweisen. Die Montage aller Einzelteile inklusive des neuen Röntgendetektorsystems, das am MPE entwickelt wurde, soll Ende 2012 beendet sein und dann wird eROSITA im Frühjahr 2013 von Baikonur aus gestartet. Es wird das Hauptinstrument auf dem russischen “Spectrum-Roentgen-Gamma”-Satelliten (SRG) sein und in einen L2-Orbit gebracht werden. Während der ersten vier Jahre wird eROSITA eine vollständige Himmelsdurchmusterung durchführen, danach steht es drei Jahre lang Wissenschaftlern aus der ganzen Welt für Beobachtungen auf Antrag zur Verfügung.

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Mehr über die Physik-Nobelpreisträger 2011!

Der diesjährige Nobelpreis für Physik geht an drei Astrophysiker, die mit Hilfe von Supernovae-Beobachtungen die immer schnellere Ausdehnung des Universums nachgewiesen und entdeckt haben. Saul Perlmutter von der University of California sowie Brian Schmidt von der Australian National University und Adam Riess von der Johns Hopkins University teilen sich den Preis.

Lesen Sie mehr über die Nobelpreisträger in unserem demnächst erscheinenden Spektrum-Sachbuch:

Ananthaswamy: Reisen an die Grenzen der Physik – Wie Kosmologen und Teilchenphysiker an extremen Orten die Geheimnisse des Universums entschlüsseln

http://www.springer.com/spektrum+akademischer+verlag/spektrum-sachb%C3%BCcher/book/978-3-8274-2870-7?changeHeader.

Und versäumen Sie auch nicht das Wissenschafts-Highlight auf der Buchmesse: In Halle 4.2 haben Physiker des Kernforschungszentrums CERN (Genf) den Kontrollraum des weltgrößten Teilchenbeschleunigers, des Large Hadron Collider LHC, nachgebaut. Die Wissenschaftler, teilweise via Live-Cam aus Genf zugeschaltet, zeigen den Messebesuchern auch am Wochenende eine Simulation der ersten Pikosekunde nach dem Urknall.

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Laudatio für Supernovae

Hans-Thomas Janka, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching, erhielt vergangene Woche für sein Buch ‘Supernovae und kosmische Gammablitze’  den Hanno und Ruth Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik (Bild v.l.n.r.: Jakob Staude, Thomas Janka und der Präsident der Astronomischen Gesellschaft, Ralf-Jürgen Dettmar).

V.l.n.r.: Jakob Staude, Thomas Janka und der Präsident der Astronomischen Gesellschaft, Ralf-Jürgen Dettmar

Hier die Laudatio, die Jakob Staudes für H.-T. Janka und ‘Supernovae und kosmische Gammablitze’ gehalten hat:

“Mit dem Hanno und Ruth Roelin-Preis werden Wissenschaftler und Wissenschaftspublizisten ausgezeichnet, die einer breiteren Öffentlichkeit neue Erkenntnisse aus der Astronomie und Weltraumforschung besonders erfolgreich vermittelt haben. Es sind Publikationen aller Art zugelassen (Druck, Rundfunk, Fernsehen, Internet …).

In diesem Jahr wird der Roelin-Preis erstmals nicht an einen hauptamtlichen Kommunikator, sondern an einen selbst aktiven, lupenreinen Forscher verliehen, und zwar an Thomas Janka vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching.

Auf seinem Arbeitsgebiet, der Erforschung der Supernovae und Gammastrahlenblitze, der Neutronensterne und der Neutrino-Astrophysik spielt Thomas Janka eine weltweit führende Rolle. Gleichzeitig – und diese Kombination ist hier relevant – engagiert er sich seit vielen Jahren neben seiner Forschung auch in der Öffentlichkeitsarbeit seines Instituts. Den Roelin-Preis erhält er für sein Buch “Supernovae und kosmische Gammablitze. Ursachen und Folgen von Sternexplosionen”, erschienen  2011 in der Reihe Astrophysik aktuell bei Spektrum Akademischer Verlag.

In diesem schmalen Taschenbuch entwirft Thomas Janka ein geschlossenes Bild von seinem eigenen, hoch aktuellen, in rasantem Fluss befindlichen Arbeitsfeld. Das Buch ist in populärwissenschaftlicher Art geschrieben, und gleichzeitig verkörpert es den letzten Stand der Wissenschaft. Man kann es an einem Nachmittag durchlesen, und dabei seine gediegene didaktische  Sorgfalt genießen: Jedes erwähnte Detail ist in den großen Zusammenhang gestellt und in seiner Bedeutung herausgehoben.

Das Buch liefert allen, die sich der aktuellen Berichterstattung aus diesem wichtigen Forschungsgebiet widmen, das für ihre Tagesarbeit nötige Hintergrundwissen. Für den interessierten Abiturienten kann diese Lektüre leicht zum Schlüsselerlebnis werden, das die Wahl seines Studienfachs und damit seinen weiteren Lebenslauf bestimmt. Denn die Begeisterung, die Hans-Thomas Janka ganz offensichtlich in die Welt der Supernovae getrieben hat und ihn dort seit Jahrzehnten gefesselt hält, springt wie ein zündender Funke auf den neugierigen Leser über!”

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Faszinierendes Astronomiebuch wird ausgezeichnet

Durch ihre Faszination ist die Astronomie wie kaum ein anderer Bereich der Physik geeignet, die Öffentlichkeit und insbesondere junge Menschen für naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu begeistern. Jedoch bedarf es geeigneter Personen und Methoden, um Themen aus der aktuellen Forschung erfolgreich zu vermitteln. Auf der Tagung der Astronomischen Gesellschaft (AG) vom 19. bis 23. September 2011 in Heidelberg werden mit PD Dr. Olaf Fischer und Dr. Hans-Thomas Janka zwei Personen geehrt, die auf sehr unterschiedliche Weise Wissenschaft erfolgreich vermitteln. …
 
Hanno und Ruth Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik
 
 
                        (Zum Ansehen und Bestellen bitte auf das Bild klicken)
 
Mit dem Hanno und Ruth Roelin-Preis zeichnet das Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg, alle zwei Jahre auf der Jahrestagung der AG Wissenschaftler und Wissenschaftspublizisten aus, die neue Erkenntnisse aus Astronomie und Weltraumforschung einer breiteren Öffentlichkeit besonders erfolgreich vermittelt haben. In der Jury sind sowohl Wissenschaftler als auch Wissenschaftspublizisten vertreten.
2011 geht der Roelin-Preis erstmals an einen aktiven Forscher, und zwar an Dr. Hans-Thomas Janka vom Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching. Er erhält den Preis für sein Buch “Supernovae und kosmische Gammablitze. Ursachen und Folgen von Sternexplosionen, erschienen 2011 in der Reihe Astrophysik aktuell bei Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
 
Darin entwirft Janka ein geschlossenes Bild von einem hoch aktuellen Arbeitsfeld, zu dem er selbst ganz wesentlich beigetragen hat. Das Buch liefert nicht nur Berichterstattern aus der aktuellen astronomischen Forschung das für ihre Tagesarbeit nötige Hintergrundwissen, sondern überträgt die Begeisterung des Autors für sein Fachgebiet auf den Leser. Damit kann die Lektüre dieses Buches für den interessierten Abiturienten leicht zum Schlüsselerlebnis für die Wahl seines Studienfachs werden.
 
Die Verleihung dieser und der anderen Preise (die AG berichtete in Ihren Pressemitteilungen vom 14. und 15. September, siehe http://www.astronomische-gesellschaft.org) im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung findet am Dienstag, dem 20. September, ab 9:00 Uhr in der Neuen Universität Heidelberg statt. (Universitätsplatz, Neue Aula, 2.OG). Ab 13:15 Uhr werden die Preisträger und die Veranstalter der Tagung vorgestellt und stehen für Fragen zur Verfügung (Neue Universität, Universitätsplatz, Hörsaal 12, 1. OG.)Kontakt
Dr. Klaus Jäger (Pressesprecher der Astronomischen Gesellschaft)
Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg
Tel.: +49 – 6221 – 528379, Email: pressereferent@astronomische-gesellschaft.de

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Spektrum-Buch erhält Roelin-Preis!

Dem von Dr. Hans-Thomas Janka verfassten Buch ‘Supernovae und kosmische Gammablitze’ aus der Reihe ‘Astrophysik Aktuell’ des Spektrum Akademischen Verlages wird in dieser Woche auf der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Heidelberg der Hanno und Ruth Roelin-Preis verliehen!

Wir gratulieren unserem Autor zu diesem Preis, den er für die Vermittlung neuer Erkenntnisse aus Astronomie und Weltraumfahrt für die breite Öffentlichkeit erhält.

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